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Aktuelles

Eine gelungene Festveranstaltung in der Fuggerstadt Augsburg

Die mehr als 200 Gäste, die der Einladung zum 35jährigen Jubiläum der Aktivsenioren nach Augsburg Folge geleistet haben, waren voll des Lobes: Angefangen von den anregenden und informativen Stadtführungen durch das historische Augsburg über das gesellige Mittagessen im altehrwürdigen Ratskeller bis hin zu der Geburtstagsfeier im „Oberen Fletz“ des Rathauses und der abschließenden Besichtigung des „goldenen Saales“ hatten die Organisatoren hervorragende Arbeit geleistet und ein wirklich überzeugendes Programm zusammengestellt.

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl schlug in seinem Grußwort einen weiten Bogen von dem weitsichtigen, auf Nachhaltigkeit setzenden sozialen Engagement der Augsburger Kaufmanns-Familie Fugger hin zu dem Engagement der Aktivsenioren, das ebenfalls auf Nachhaltigkeit, auf Tradition und Generationen-Versicherung setze. Auch Augsburg mit seinen vielen, innovativen Unternehmensgründungen könne von den Aktivsenioren und deren Erfahrung profitieren. Er sei auch bereit, die schwäbischen Aktivsenioren in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Reinhold Heiß zeichnete in seinem Grußwort die erfolgreiche Entwicklung des Vereins von den bescheidenen Anfängen zu einer festen Größe im wirtschaftlichen Leben des Freistaates Bayern nach. Sein besonderer Dank galt den zahlreich vertretenen Ehefrauen und Partnern der Aktivsenioren, durch deren verständnisvollen Verzicht auf Geselligkeit und gemeinsame Unternehmungen die erfolgreiche Arbeit der Aktivsenioren erst ermöglicht werde.

Ein echtes Sahnehäubchen bot dann das anschließende, von Fritz Bräuninger geführte Gespräch mit dem Schrobenhausener Tiefbau-Unternehmer, Prof. Dr. Thomas Bauer. Die Bauer AG ist einer der legendären „hidden champion“ des deutschen Mittelstandes, und als Weltmarktführer im Tiefbau beteiligt an fast allen spektakulären Bauvorhaben im In- und Ausland. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Bauer AG hat Thomas Bauer die Globalisierung seines Unternehmens mit Nachdruck vorangetrieben, so dass das Unternehmen mit seinen 12.000 Angestellten heute in 120 Ländern tätig ist und nur noch 6 Prozent des Umsatzes in Deutschland generiert werden. Bauer faszinierte die Zuhörer mit seinen Ausführungen zu den Schwierigkeiten im China-Geschäft sowie über die hohen Risiken, mit denen ein Tiefbaubetrieb leben und arbeiten muss. Und er sprach Vielen aus der Seele, als er die zahlreichen politischen Versäumnisse der letzten Jahre und die negativen Entwicklungen im Baugeschäft beklagte. „Bauherr und Baufirmen arbeiten nicht mehr miteinander wie in der Vergangenheit, sondern nur noch gegeneinander“, erklärte er solch Negativ-Beispiele wie den Flughafen Berlin oder die heute üblichen hohen Kostenüberschreitungen. Er mahnte partnerschaftliche Kooperation ebenso an wie eine generelle Veränderung der Gesellschaft, da angesichts der tiefgreifenden demographischen Veränderungen nicht erwartet werden könne, dass die Jugend 30 Jahre lang die Verantwortung für die Älteren schultert. Den Klimawandel bezeichnete er als eine große Chance für alle und eine „super wirtschaftliche Aufgabe“, die mit einem Aufwand von 2 Prozent des BIP pro Jahr gestemmt werden könne. „Nicht lamentieren, sondern machen“, ist sein Rat an alle. Großer Beifall war ihm sicher, als er mit den Worten schloss „wir spinnen in Deutschland, uns ist das Maß der Mitte abhandengekommen“. Es werde überreguliert, es gebe viel zu viele übertrieben komplizierte gesetzliche Vorschriften, aber keiner traue ich zu sagen „Jetzt werdet doch wieder mal normal“.