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Aktuelles

Nürnberg, im Mai. Wer – wie Karin Führ - den Ruhestand als willkommene Freiheit begreift, sich mit Dingen beschäftigen zu können, die während der Berufsjahre nicht möglich waren, kennt keine Langeweile: „spannende Themen lauern überall“. Ihr frühes Engagement im Jahr 2010 bei den AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. hat die ehemalige Telekom-Führungskraft keineswegs davon abgehalten, ihren beruflichen Erfahrungshorizont durch eine Vielzahl unterschiedlicher Aktivitäten – so die Ausbildung zur Yogalehrerin, den Masterabschluss in Neuro-Linguistischer Programmierung, Aquarellmalen, Businessplan- und Impro-Theaterworkshops – zu erweitern und auszubauen.

„Entwicklung ist mein Lebensthema“, erklärt die immer neugierige Pensionärin ihre nimmermüde Suche nach neuen entwicklungsfördernden Herausforderungen. Auch deshalb wertet sie die Arbeit mit Schülern, die aufgrund verschiedenster Lebenssituationen und schulischen Leistungen Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben benötigen, als besonders wichtig und befriedigend. „Die Jugend ist unsere Zukunft und die Feedbacks der Jugendlichen zeigen, dass großes Interesse daran besteht, von uns praxiserfahrenen Pensionären an erlebten Beispielen zu hören, „wie Berufsleben geht“. Außerdem biete das Training der Aktivsenioren den Schülern die Möglichkeit, im geschützten Raum zu üben, sich auszuprobieren und Handlungsalternativen zu erfahren. In den Workshops mit Mittel- und Realschülern, mit Gymnasiasten und Studenten werde immer wieder betont, wie wertvoll die Informationen aus der Praxis und Denkanstöße von außen für den eigenen Weg, die eigene Entwicklung sind. Inzwischen leitet Frau Führ den Arbeitskreis „Bildungsprojekte“ bei den Aktivsenioren. Ihr Ziel ist es, alle 10 Regionen für das Engagement im Bildungssektor zu interessieren. Bisher sind 5 Regionen in der Bildungsarbeit tätig, das gemeinnützige Engagement in Bildungsthemen liegt allerdings mit deutlich mehr als 6000 Stunden im Jahr schon jetzt ungefähr gleich auf mit dem Arbeitspensum, das in der Beratung von Existenzgründern sowie kleinen und mittleren Betrieben von den Aktivsenioren geleistet wird. „Das soziale Engagement der Trainerteams ist beachtlich und eine Freude für uns alle dazu“, betont die im mittelfränkischen Nürnberg tätige Pensionärin.

Sie bedauert ein wenig, dass sie aus Zeitgründen die Wirtschaftsberatung aufgeben musste. Ihr habe es sehr viel Freude bereitet, Menschen zu unterstützen, die - aus der Arbeitslosigkeit kommend - mit einer Geschäftsidee die Chance sahen, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen und zu sozialer Anerkennung zu gelangen. „Dank meiner Berufs-, Führungs- und Coaching-Erfahrung war es mir in Zusammenarbeit mit anderen Aktivsenioren möglich, diesen Menschen als Sparringspartner zu begegnen, über Erfolgs- und Risikofaktoren zu sprechen und ihre Entscheidungen zu begleiten“. Dieses Loslassen wird jedoch mehr als ausgeglichen durch die deutlichen Erfolge in der Bildungsarbeit. Nicht nur werden heute regionenübergreifend erfolgreiche Bildungsthemen diskutiert, es werden auch immer häufiger Ideen und Arbeitsunterlagen ausgetauscht und sogar regionenübergreifend Trainings entwickelt. Bildungsthemen haben auch den Aufstieg in die virtuelle Akademie der Aktivsenioren als Schulungsthema geschafft. „Die Akzeptanz unserer Arbeit ist gewachsen“, freut sich Frau Führ; der Vorstand unterstütze das Bildungsengagement nachdrücklich, die Arbeitsergebnisse seien seit 2017 für jeden sichtbar und die Bildungsprojekte stünden - dem Leitbild des Vereins entsprechend - gleichwertig neben der wirtschaftlichen Beratungstätigkeit.

Sicherlich ist es eine glückliche Fügung, dass sich Frau Führ in der Region Mittelfranken auf eine Gruppe von fünf aktiven Damen stützen kann, die alle in besonderem Maße in der Vereinsarbeit und den Bildungsprojekten engagiert sind. Man pflege einen fröhlichen Umgang, treffe sich regelmäßig in „konspirativen Damentreffen“ und spreche intensiv über anstehende Aufgaben, Chancen und Möglichkeiten, über Themen, die uns beschäftigen oder neue Ideen, die uns umtreiben, erzählt Frau Führ, die es immer wieder als spannend und erfüllend empfindet, mit Menschen zu gestalten, gemeinsam zu entwickeln und zu einem Ergebnis zu gelangen. Deshalb engagiert sie sich mit Freude bei den Aktivsenioren und ermuntert alle, die gerne für sich selbst und mit anderen aktiv an Entwicklung arbeiten, es ihr gleich zu tun. Sowohl in der Wirtschaftsberatung oder als auch in den Bildungsprojekten finde man Erfüllung und Freude in der Zusammenarbeit.