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Aktuelles

Wie gut das Doppelpass-Spiel zwischen Jungunternehmern und den etwas reiferen Zeitgenossen mit entsprechendem Hintergrund funktioniert, dafür ist die noch taufrische Zusammenarbeit zwischen dem Münchner Startup „Letsact“ (www.letsact.de) und dem AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. ein treffliches Beispiel. „Skills-based Volunteering“ heißt das Stichwort, das beide Organisationen verbindet – also das mit Wissen und Erfahrung unterlegte ehrenamtliche Engagement für gemeinnützige Zwecke. Ein Blick in den Blog offenbart, was aus einer Liaison zwischen „Jung und Alt“ entstehen kann. Dort steht u.a. zu lesen, was die Aktivsenioren unter Nachhaltigkeit und der „Freude am Gelingen“ verstehen.

„Wir bringen Digitalisierung in den sozialen Sektor“, lautet das Credo dieses vor einigen Monaten von den Studenten Paul Bäumler und Ludwig Petersen (beide Anfang 20 ) gegründeten App-Newcomers. Das Erfolgsgeheimnis ist eine Methodik, mit der im engeren oder weiteren Umkreis interessante und spannende Projekte gesucht und gefunden werden können – vorzugsweise aus den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Flüchtlingshilfe, Armutsbekämpfung, Bildungs- und Betreuungsaufgaben, Nachhaltigkeit sowie diversen weiteren Handlungsfeldern im sozialen, kommunalen und ehrenamtlichen Sujet. Vor allem jüngere Leute sollen mit der App angesprochen werden, um erst mal auf Entdeckungsreise zu gehen, welches Projekt – von zu Hause aus oder in der Community vor Ort – für ein Engagement in Frage kommen könnte. Besonderer Clou von letsact sind Kommunikations - und Kontaktmöglichkeiten, wie es sie in der deutschen Vereinslandschaft bis dato nicht gibt. Mittlerweile sind schon über 5000 Freiwillige und rund 200 Organisationen an Bord dieser Plattform . Hinter vorgehaltener Hand nennt man wöchentliche Zuwachsraten von 8 Prozent.

Eugen Volbers, Regionalleiter der Aktivsenioren in Unterfranken, hatte einen guten Riecher, als er das Potential von letsact entdeckte und den Münchner Kollegen den Tipp zur Kontaktaufnahme mit den Machern gab. Diese fackelten nicht lange, man traf sich zunächst in einem Büro der Uni und dann im Gründer- und Technologiezentrum am Münchner Ostbahnhof, dem neuen Hauptquartier von letsact. Die innovativen Youngster fanden das Geschäftsmodell der Aktivsenioren „ziemlich cool“, jedenfalls interessant genug, um es an prominenter Stelle auf ihrem stark beachteten Blog zu präsentieren (da capo). Überlegung der Querdenker: auch die jungen Leute aus ihrer eigentlichen Zielgruppe haben Eltern, Tanten oder Onkels, die vielleicht einen guten Tipp brauchen, wo sie sich für eine gute Sache einbringen können.

Bei den Aktivsenioren zum Beispiel, die auf diese Weise neue Mitglieder ansprechen und gewinnen können. Auf Vermittlung der Aktivsenioren haben die letsact-Aktivisten auch den Kontakt zu Philippe Ludwig gewonnen. Der Ehrenamts-Koordinator des Landratsamts München plant Großes: rund 100 gemeinnützig ausgerichtete Vereinsprojekte aus dem Landkreis sollen in nächster Zeit auf der letsact-Plattform vorgestellt werden und möglichst viele Mitmacher finden. Doch Oberbayern ist für letsact längst zu klein. Die Ausdehnung auf bundesdeutsche und sogar internationale Dimensionen ist schon beschlossene Sache.