Wer seine Schule gut und effizient leiten will, muss ähnlich wie ein guter Firmenchef viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit seinen Mitarbeitern mitbringen. Er sollte motivieren und begeistern, die besonderen Fähigkeiten seiner Mitarbeiter identifizieren und fördern, aber auch in der Lage sein, Aufgaben zu delegieren und Spielräume zu schaffen, in denen sich die Mitarbeiter frei entwickeln können.

Dies gilt auch für das Unternehmen „Schule“. Auch dort heißt es, flexibel auf die aktuellen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen, pädagogischen und personellen Veränderungen zu reagieren. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kollegium und Schulleitung, aber auch zwischen Schule und Eltern sowie externen Partnern ist deshalb unbedingt erforderlich. Schulleitbild, spezifische Schulprogramme, aber auch gezielte Maßnahmen und Zeitpläne unterstützen dabei zielgerichtetes und wirkungsorientiertes Handeln. Genau wie die Führungskräfte in einem Wirtschaftsunternehmen muss die Schulleitung auf die Nachhaltigkeit ihrer Maßnahmen achten und deren Erfolg durch ständiges kritisches Hinterfragen sicherstellen.

Mit diesem Anforderungskatalog sind nur wenige Schulleiter vertraut. Vielfach fühlen sie sich auf die schwierige Aufgabe, ein „kleines Unternehmen“ zu leiten, nicht ausreichend vorbereitet.

Vor diesem Hintergrund haben die AKTIVSENIOREN in Mittelfranken vor etwa zwei Jahren das Projekt „ Die Schulmentoren“ ( DSM ) ins Leben gerufen. In vielfältigen Kontakten mit verschiedenen Schulen und schulischen Erfahrungsträgern war den Aktivsenioren aufgefallen, dass sich Schulleiter häufig scheuten, Vorgaben zu machen oder bestimmte Aufgaben zu verteilen, Ziele zu setzen und Termine vorzugeben. Zu häufig wurde auf das Prinzip der Freiwilligkeit vertraut und nichts erreicht.

Zusätzlich zu der professionellen Hilfe, die den Schulleitern von den Schulräten, Schulentwicklungsmoderatoren und Schulpsychologen geboten wird, arbeiten die Schulmentoren der AKTIVSENIOREN mit den in der Wirtschaft erprobten Führungskonzepten, die sie auf den schulischen Alltag übertragen. Sie unterstützen den Schulleiter bei der Festlegung der Handlungsfelder wie beispielweise Personalentwicklung (Führungsverhalten, Mitarbeitergespräche aller Art, Umsetzen von Zielen, Feedback, Reflexion), Teamentwicklung , Organisationsentwicklung und Selbstmanagement (work-life-balance) und achten auf deren Umsetzung. Sie begleiten den Schulleiter während des Schulalltags und sind sein ständiger Gesprächspartner in dem Bemühen, die Zusammenarbeit in der Schulfamilie transparent, effizient sowie ziel- und wirkungsorientiert zu gestalten.

In drei Schulen haben die Schulmentoren ihre Arbeit bereits erfolgreich abgeschlossen. In drei weiteren Schulen läuft das „Mentoring“ noch. In der Regel begleiten die Schulmentoren eine Schule ein halbes Jahr.

Die Schulbehörden und Schulräte Mittelfrankens begrüßen und unterstützen das Projekt der Schulmentoren. Die Idee hat inzwischen auch Nachahmer gefunden, wie ein Interview in „Der Zeit“ vom 22. Januar 2015 zeigt. Bei den SeniorExperten NRW gibt es ein Projekt „Schulleitungscoaching“, in dem ähnliche Konzepte in Gymnasien umgesetzt werden wie in mittelfränkischen Mittelschulen.

Dass die Aktivsenioren in Mittelfranken auf gutem Wege sind, unterstreicht die Tatsache, dass Schulleiter aus ganz Mittelfranken bei ihnen anklopfen und eigene Themen setzen.

 

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