Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der Internetseite der AKTIVSENIOREN BAYERN e.V.

Als Partner des Mittelstandes (KMU) beraten wir kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer Gründung und Weiterentwicklung.
Als Partner von Bildungseinrichtungen unterstützen wir junge Leute beim Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben.

Mehr als 300 ehrenamtliche Mitglieder freuen sich darauf, Ihnen zu helfen –  mit unserer Erfahrung für Ihre Zukunft.

Reinhold Heiß
Sprecher des Vorstands

 

AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. beraten innovatives Münchner Unternehmen.

Geschirr aus gepresstem Laub? Man mag es kaum glauben, aber einige Münchner Gastwirte servieren ihre Speisen bereits auf den „grünen“ Tellern eines Unternehmers aus Taufkirchen, der sich in den Kopf gesetzt hat, etwas gegen die Plastikflut zu tun, die unserer Umwelt großen Schaden zufügt. Inspiriert wurde Pedram Zolgardi, der als Kind mit seinen Eltern aus dem Iran nach Deutschland geflüchtet ist, während einer Indienreise. Dort sah er in den Dörfern, wie viele Familien ihre Mahlzeiten auf Blättern anrichteten. Warum sollte das nicht auch in Deutschland gehen?

Bei den AKTIVSENIOREN BAYERN e.V. fand er  2011 einen Berater, der seine Idee gut fand und ihn dabei unterstützte, einen Businessplan zu erstellen sowie Finanzierungsquellen zu erschließen. Kein leichtes Unterfangen; denn Zolgardi sprühte zwar vor Ideen, brauchte für die Umsetzung jedoch eine helfende und ordnende Hand. Mehr als zwanzig Mal hat Berater Wöhrmann den Jungunternehmer getroffen. Erst dann war er mit dem Business- und Finanzplan endlich zufrieden. Der erste Preis bei einem Münchner Business-Plan Wettbewerb bestätigte ihre Mühen. Mit viel Glück fand Zolgardi auch eine Geschäftspartnerin mit guten kaufmännischen Kenntnissen, mit der er 2013 die Leaf Republic GmbH gründete. Sie hielt das junge Unternehmen auf Kurs, während Zolgardi selbst nach Investoren suchte und seine „grüne Geschäftsidee“ überall in Deutschland bei Gründer-Wettbwerben erfolgreich vermarktete.

Drei Jahre später ist Berater Wöhrmann wieder gefragt, denn ganz rund läuft der Laden nicht. Auf der technischen Seite sind zwar alle Probleme der Produktion gelöst, da zwei der mittlerweile acht festangestellten Mitarbeiter gemeinsam eine Maschine entwickelt haben, die aus gepressten Laubplatten Teller und Gemüse-Schalen herstellt. An der Organisation der Geschäftsabläufe hapert es aber. Momentan werde nur auf Zuruf gearbeitet, meint Berater Wöhrmann. Er bemüht sich deshalb darum, ein Warenwirtschaftssystem zu installieren, um Struktur in das Unternehmen zu bringen. Einmal pro Woche kommt Wöhrmann nach Taufkirchen, um zusammen mit der kaufmännischen Leiterin – der Partnerin von Zolgradi - über die Optimierung der Geschäftsabläufe zu sprechen und die Umsetzung zu begleiten. Zolgardi, der sein Unternehmen, in dem auch sechs Flüchtlinge und eine Praktikantin beschäftigt sind, als „Sammelbrutstätte für kreative Menschen“ preißt, hat seine Teller mittlerweile so perfektioniert, dass sie auch für flüssigere Speisen verwendet werden können. Inzwischen werkelt er an einer Alternative zu Kunstoffdeckeln. Die Technik steht, gesucht werden aber noch die richtigen Investoren. Auch bei der Vermarktung der Produkte gibt es noch Verbesserungsbedarf. Die derzeitige Kundenbasis in München und der Schweiz ist zu schmal, um ein langfristiges Überleben des Unternehmens zu garantieren. Deshalb wird derzeit mit Hochdruck an einer Vermarktungskampagne gearbeitet, die auch international den Durchbruch erbringen soll.