Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der Internetseite der AKTIVSENIOREN BAYERN e.V.

Als Partner des Mittelstandes (KMU) beraten wir kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer Gründung und Weiterentwicklung.
Als Partner von Bildungseinrichtungen unterstützen wir junge Leute beim Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben.

Mehr als 300 ehrenamtliche Mitglieder freuen sich darauf, Ihnen zu helfen –  mit unserer Erfahrung für Ihre Zukunft.

Reinhold Heiß
Sprecher des Vorstands

 

Aktivsenioren organisieren Speed Dating.

Geredet wird viel über die Notwendigkeit, junge, gut ausgebildete Flüchtlinge rasch in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Umgesetzt wird von den vielen guten Vorsätzen allerdings bisher noch herzlich wenig. Die Aktivsenioren der Region Mittelfranken haben jetzt zusammen mit dem Ausbildungsforum und der  Berufsschule Lauf Nägel mit Köpfen gemacht.

Um Flüchtlinge mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit und heimische Unternehmen zusammen zu bringen, die teilweise händeringend nach Auszubildenden suchen, organisierten sie in der Laufer Berufsschule ein „Speed-Dating“.

Die Resonanz war rundum positiv, strahlende Gesichter bei den Bewerbern, den Unternehmensvertretern und den Organisatoren.  Am Ende hatten sich 35 jugendliche Asylbewerber bei 15 Firmen für 19 Berufe vorgestellt. In halbstündigen Gesprächen hatten die Bewerber die Gelegenheit, sich ein erstes Bild über das Unternehmen zu machen und sich dem potentiellen Arbeitgeber authentisch überzeugend durch Motivation, Sprachkenntnisse und Eignung vorzustellen. 

Für die jungen Asylanten, die zwar alle bereits zwei Jahre Deutsch gelernt haben und entsprechende Abschlüsse vorweisen können, war diese Art des konzentrierten, zielgerichteten Bewerbungsgesprächs völlig neu und eine hohe Herausforderung. Die Aktivsenioren hatten zuvor die Bewerber zwar gründlich mit der Situation vertraut gemacht und ihnen wertvolle Tipps und wichtige Hinweise für die Gesprächsführung gegeben; gleichwohl war es für die meisten ungewohnt und fremd, wichtige Informationen über das eigene Ich zu vermitteln beziehungsweise sich immer wieder auf neue Berufsbilder und unterschiedliche Gesprächspartner einzustellen. Etlichen ist es aber so gut gelungen, dass sie mit Terminen für Praktika oder auch zusätzlichen Gesprächsterminen nach Hause gehen konnten. 

Die beruflichen Angebote reichten vom Friseur über Koch, Straßenbauer, Kinderpfleger, Hörakustiker, Mechatroniker, Elektroniker, Metallbauer, Oberflächenbeschichter, Polsterer und Schädlingsbekämpfer bis hin zum Altenpfleger

Gerade für kleinere Unternehmen, die sich selten auf Azubibörsen präsentieren, ist diese Form des Kennenlernens ideal. Begeistert waren die Unternehmer aber nicht nur von dem Format, sondern vor allem von den jungen Flüchtlingen, die sie als höflich, offen, interessiert und sympathisch empfanden. 

Ob sich aus den vereinbarten Praktika und Betriebsbesichtigungen am Ende auch die ein oder andere feste Anstellung ergibt, wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Die Aktivsenioren planen allerdings bereits weitere Speed-Datings mit anderen kommunalen Fördereinrichtungen und Berufsschulen. Der zeitliche Aufwand für die Vorbereitung und Planung sei zwar erheblich, meint die Regionalleiterin, Barbara Wittenbreder; der Einsatz lohne sich jedoch in jeder Hinsicht. Denn nicht nur werde ein positiver Beitrag zur Integration der Asylbewerber geleistet, auch den kleinen Unternehmen, die ihre Ausbildungsplätze nur schwer besetzen können, werde geholfen. Für die Aktivsenioren sei es überdies in höchstem Maße befriedigend, an einer solch eindeutigen „win-win-Situation“ aktiv beteiligt zu sein.