Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der Internetseite der AKTIVSENIOREN BAYERN e.V.

Als Partner des Mittelstandes (KMU) beraten wir kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer Gründung und Weiterentwicklung.
Als Partner von Bildungseinrichtungen unterstützen wir junge Leute beim Übergang von der Ausbildung ins Berufsleben.

Mehr als 300 ehrenamtliche Mitglieder freuen sich darauf, Ihnen zu helfen –  mit unserer Erfahrung für Ihre Zukunft.

Reinhold Heiß
Sprecher des Vorstands

 

In der Region Oberpfalz können sich Kleingewerbetreibende sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU’s), die unter einem Schuldenberg ächzen und kurz vor der Insolvenz stehen, Hilfe von den Aktivsenioren holen. Seit dem 1.Oktober 2015 stehen zehn Berater (sechs davon in Neumarkt) für die Schuldnerberatung zur Verfügung.

Weitere sechs Kollegen aus Mittelfranken, Niederbayern und Oberbayern Nord springen ein, wenn Not am Mann ist.  Bisher liegen der Beratergruppe aus Neumarkt drei Fälle vor, von denen einer bereits mit gutem Erfolg abgeschlossen ist. Bei den beiden anderen eher schwierigen Beratungen sind noch einige Hürden aus dem Weg zu räumen. Da das Finanzamt Neumarkt großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Aktivsenioren zeigt, gibt sich Regionalleiter Riedl zuversichtlich, dass es den Beratern in Zukunft nicht an Kunden fehlen wird.

Dieses neue Beratungsfeld der Oberpfälzer Aktivsenioren beruht auf einem Kooperationsabkommen zwischen dem Landkreis Neumarkt, der Stadt Neumarkt und den AKTIVSENIOREN BAYERN e.V., das Ende September 2015 unterzeichnet worden ist. Das Projekt läuft unter dem Titel „Begleitung von Kleingewerbetreibenden in Krisensituationen im Landkreis Neumarkt i.d.Opf.“. Weiterer Projektpartner ist die Caritas.

Vorausgegangen waren fast einjährige Verhandlungen mit dem Landratsamt, der Stadt, der Wirtschaftsförderung Regina GmbH und der Caritas, in denen sich immer stärker die Notwendigkeit herauskristallisierte, dass notleidende KMU’s und Kleingewerbetreibende unbedingt Hilfe brauchten. Landkreis und Stadt entschlossen sich daher, diese Unterstützung gerade auch unter dem Gesichtspunkt, Arbeitsplätze für die Region zu retten, anzubieten. Da der Caritas, die mit der privaten Schuldenberatung beauftragt ist, für die gewerbliche Schuldenbelastung aber die notwendigen Beratungskapazitäten fehlen, boten sich die Aktivsenioren als kompetente Partner an.

Die Aktivsenioren bereiteten sich auf ihr neues Aufgabengebiet mit einem Seminar zum Thema Insolvenzrecht vor. Aufklärung bedurfte es vor allem in zwei Fragen: ab wann ist es zwingend notwendig, juristischen Beistand einzuschalten und ab welchem Zeitpunkt erwächst die Gefahr, in unangenehme Regresssituationen zu laufen.  Für die Schulung wurde ein Fachmann  des Nürnberger Instituts für Soziale und Kulturelle Arbeit (ISKA) gewonnen, das sich seit vielen Jahren mit der Schuldnerberatung beschäftigt. Regionalleiter Riedl plant noch in diesem Jahr ein Folgeseminar für alle mitwirkenden Berater, in dem die bereits erteilten Aufträge noch einmal mit dem Ziel fachlich aufgearbeitet werden sollen, den Beratern die daraus gewonnen praktischen Erfahrungen zu vermitteln und „best practices“ herauszuarbeiten.